Warum Männer lügen und Frauen sich die Nägel lackieren


Es war einmal in grüner Vorzeit, als Dschungel und Meere die Erdoberfläche zierten, als das Paradies auf Erden herrschte, Tier und das aufrechtgehende Tier, das sich später Mensch nannte, im Schlaraffenland lebten, als es relativ langweilig war und nicht viel passierte.

    Interessant wurde es erst als sich das Klima veränderte. Wer da nicht klug genug war, sich in Gruppen zusammenzuschließen, systematisch zu jagen und sich zum Schutz vor der Kälte das Fell der Beute überzuziehen, war dem Untergang geweiht. Der Mensch entwickelte sich in dieser Hinsicht zum Erfolgsmodell und ging in Serienproduktion. Auch bei der Reproduktion unterschied er sich durch einen wesentlichen Faktor vom Tier: er hatte Spaß daran. Wahrscheinlich entwickelte sich diese Neigung durch die Langeweile, die aufkam, weil draußen ewiger Winter war und man sich die Zeit in der Höhle vertreiben musste. Und wie wir mittlerweile wissen, war auch nicht jeder begnadeter Höhlenmaler.

      Da auch das irgendwann langweilig wurde, suchte Mann sich Abwechslung in anderen Höhlen und wenn er dann nach Hause kam, bekam er ein Paar gekrallt, weil Frau roch, dass sich der Schwerenöter wieder rumgetrieben hatte. Dieses System funktionierte solange gut, bis es einem Jammerlappen zu bunt wurde, immer wieder die Krallen der Gattin zu spüren zu bekommen. Zumal Männer von Natur aus mit einem Kurzzeitgedächtnis ausgestattet wurden, um weiterhin zur Jagd gehen zu können, weil sie sonst aus Angst vor den wilden Tieren gar nicht mehr aus der Höhle gegangen wären. Aus diesem Grund sterben sie auch bei jeder kleinen Verletzung tausend Tode, weil sie sich nicht mehr erinnern können, dass sie den letzten Schnupfen auch überlebt haben.

      Wie auch immer, irgendwann saß einer schmollend vor seiner Höhle, leckte sich beleidigt die Wunden und fiel ins Grübeln „Irgendwas musste her, um die Krallen der Gemahlin im Zaum zu halten…“ Dazu muss man auch noch wissen, dass man sich zu dieser Zeit nur durch Laute und körperliche Gewalt verständigte. Die Frauen waren da nicht zimperlich. Effektiv setzten sie ihre durchs Wühlen im Erdreich auf der Suche nach essbaren Wurzeln gestärkten Finger und Nägel und konnten im Notfall ordentlich zubeißen, da sie auch über außerordentlich starke Kiefermuskeln verfügten, vom ständigen Vorkauen der Nahrung für die Jungen.

      Um es abzukürzen: Die Sprache wurde erfunden! Und von da an ging es mit dem Menschen erst richtig bergauf. Durch Ausreden, Erfindung von Alternativerlebnissen, Schmeicheleien und Kosenamen gelang es den Männern den Haussegen aufrecht zu erhalten. Sie merkten bald, dass das auch in vielen anderen Lebensbereichen funktionierte und das nennt man heutzutage „Politik“.

      Aber den Frauen fehlte etwas. Die Evolution konnte man nicht so einfach überlisten. Tausende Jahre waren sie es gewohnt mit blutverschmierten Lippen und Nägeln herumzulaufen. Und das wiederum fehlte den Männern, denn irgendwie fanden sie das anziehend. Und wer jetzt wann genau und wie Lippenstift und Nagellack erfunden hat, ist auch nicht mehr so wichtig.

      Jedenfalls rührt noch heute das befriedigende Gefühl, wenn Frau ihre frisch lackierten roten Fingernägel betrachtet, aus gleichberechtigteren Zeiten… bevor man uns den Geist mit Sätzen wie „Du siehst heute so schön aus… hast du abgenommen?“ vernebeln konnte.  

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