Die Prinzessin in der Bade-Schock-O-Lade


   Es war einmal eine Prinzessin, die „Suzana-Die Schmutzige“ genannt wurde. Man nannte sie so, da sie für ihr Leben gern badete. Fast so gern, wie sie Schokolade aß. Daran dachte wohl eine befreundete Prinzessin als sie ihr „Badeschokolade“ schenkte. Oh, wie herrlich diese duftete und Suzana-Die Schmutzige freute sich schon sehr auf ihr nächstes Bad.

   Der ersehnte Abend kam und voller Vorfreude ließ die Prinzessin ihre Badewanne ein, gab die Badeschokolade dazu und ging weg, um noch ein paar Prinzessinnensachen zu erledigen. Jedoch, was musste sie bei ihrer Rückkehr entdecken?! Eine ihrer Zofen hatte wohl irrtümlich die Badeschokolade gegessen und sich in die Badewanne übergeben! Dann fiel der Prinzessin ein, dass sie ja gar keinen Hofstaat hatte, sondern ihn sich manchmal, in ihrer Flucht vor der Realität, einbildete. Nichts destotrotz erinnerte ihr schönes Bad eher an den schlechten Ausgang übermäßigen Bounty-Riegel-Konsums. Ein Blick auf die Zutatenliste des ungewöhnlichen Badekosmetikums verriet, dass es sich bei den dunklen Brocken wohl um die Rosenblätter handeln musste.

   Nun, was tun? Sparsam, wie die Prinzessin war, wollte sie nicht die hunderten Liter Wasser ungenutzt ihrem Abflussschicksal überlassen. Also dimmte sie die Lichter und stieg mit dem Gedanken „So grauslich, wie das aussieht, muss es unglaublich toll für die Haut sein…“ in die Wanne.

    Aber die ersehnte Entspannung wollte sich nicht einstellen. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um die Vorstellung wonach das aussah, wo sie drinsaß, ebenso wie die Bröckchen Rosenblätter um sie herumtrieben. Schließlich erhob sie sich schweren Herzens, um sich abzuspülen…

   Die Kraftausdrücke, die in der nächsten halben Stunde aus dem Mund der Prinzessin kamen, waren ihres Standes nicht würdig und niemand sollte sie je erfahren. Denn offenbar weigerte sich die Prinzessinnenhaut die verschiedenen Arten von Buttern zu absorbieren, weshalb sie sich noch zweimal duschen musste. Von der halben Flasche Pril und noch zweihundert Litern Wasser, die es brauchte, um die Badewanne zu säubern ganz zu schweigen. Dann aber – nach dem Abtrocknen des waschgeschundenen Körpers – festzustellen, dass diese Bade-Kotzolade so hartnäckig war, auch noch die Handtücher einzufärben, gab ihr den Rest. Die Prinzessin rief ihre imaginäre Zofe zu sich, um sie ein wenig zu unterdrücken und sich danach besser zu fühlen.

Und die Moral von dieser G´schicht:

Badet in Schokolade lieber nicht.

 

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