Der Sproß meiner Lenden winkte, rief noch einmal “Pappaaa!” und machte sich mit seiner Kettensäge auf ins Ungewisse. Wer weiß was er sägen wollte…Bäume, Hunde, Schafe, Wanderer. Da ist er nicht so wählerisch. 
Kurz ließ ich ihn den nebligen Duft der Freiheit in sich aufnehmen, um ihn dann in meinen Armen in die unbarmherzige Realität zurückzuholen. Noch sage ich wo’s langgeht. Noch. 
Der Mann lässt sich derweil an unschuldigen Holzbalken und Haselstecken motorsägentechnisch aus. Dazwischen wird er mit Wurst und Käse gefüttert. Die Menüs am Land sind oft nur zweigängig. Um nicht gourmetmäßig völlig zu verlottern, geben wir unseren Speisen internationale Namen, wie: tartine de beurre, panino di salumi, cheesebread. Manchmal speisen wir auch, wie die feinen Leut, mit Besteck.
Ich konnte mich noch immer nicht entscheiden, ob ich in den dunklen Monaten mit Stricken oder Waffenschmiedekunst anfangen soll. Laut Medien wird ja die Gefahr von Eindringlingen immer größer. Und wenn dann so ein Hassposter in die reale Welt rüber kommt, ist es fraglich ob er sich von einem alternativ gestrickten Bio-Wollschal in die Flucht schlagen lässt.

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