“Do schau hea, Bua, so macht man das.”, demonstriert der Mann dem Sohne die Kunst des Holzschnittes und der Mundart. Trotz großer Bemühungen und Studium des kleinen Dudens spricht der Mann noch immer zu sehr großstädtisch nach der Schrift. 
Da fällt es mir mit meinem Migrationshintergrund, Nationalitätsverlust und Integrationszwang leichter Sätze, wie “Guat, dass’d da di oagn Gummla anzogn host. Ohne Zechn warads bled..” rauszuhauen. Das geht mir wie Schmalz von den Lippen.
Das Kind gedeiht mit harter Arbeit und Butter prächtig. Meist legt oder setzt es sich irgendwo hin und macht somit seinen montenegrinischen Wurzeln alle Ehre. Oft zwingt es mich zu ausgedehnten Spaziergängen wobei ich es tragen muss. Was ein bergbäuerliches Bodyshaping zur Folge hat. Die Waden werden stramm, die Schultern wandern nach unten. Hoffentlich kommen Latzhosen nicht in Mode, die müsste ich mir an den Haaren festbinden.

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