Ich schreibe unter Schmerzen. Jede Muskelfaser protestiert. Der Mann und ich haben eine neue Paar-Trendsportart entdeckt: “Kramping”.
Dabei zerschlägt man Eis und Schutt mit einem sogenannten “Krampen”. Dies ist ein spezielles low-Tech Gerät, das lange in Vergessenheit geraten war und nun ein Revival erfährt.
Es gibt kaum etwas Romantischeres als gemeinsam den kalten Dreck zu genießen, der einem ins Gesicht spritzt. Ich stellte mich ein wenig ungeschickt und schwach an, damit mir der Mann seine Kraft und Geschicklichkeit vorführen konnte. Da stand ich im Sonnenschein und lauschte dem rhythmischen Klang von Metall das auf Steine trifft, begleitet vom Ächzen des Mannes, fiel mir ein Hit aus meiner Jugend ein, ‘Zebulon’ von den Einstürzenden Neubauten. Endlich hatte ich die tiefere Bedeutung dieses Liedes verstanden! Es handelte eigentlich vom Kramping.
Als dann ein paar Wandererinnen vorbeikamen und mitleidsarm kommentierten “Na, da hobt’s eich a scheene Beschäftigung ausg’suacht”, hatte ich die Vision für ein Spar und Welllness-Zentrum “Krampe Diem”.

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