Endlich war er da. Der “Ostan’ase”. Was war das für eine Aufregung!…hauptsächlich für uns Eltern und Großmütter. Denn das Kind erstrahlte kurz vor Freude, als es seinen Lieblingskuchen am Stiel von der Tante “Ma’ina” entdeckte. Ansonsten zeigte es sich recht unbeeindruckt, überließ den Rest an Eiertand seinen Schergen zum Einsammeln, während es genüßlich am Kuchen knabbernd die Latifundien abschritt, um diesen ominösen “Ostan’asen” zu sehen. 


Zum Glück hatte das langohrige Vieh daran gedacht ein Transportgerät mitzuliefern, in das sich das Kind zuletzt setzte und von der Großmutter nachhause ziehen ließ. 
Jesus hätte seine Freude gehabt an solch antimaterialistischer Einstellung und der Gabe das Gefolge für die Sache zu begeistern.
Ich bekam auch ein Nesterl. Bazillen. In der Nase versteckt. Ich fand es erst heute beim Verschneuzen einer Taschentuchpackung. Ei, so eine Freude!
Die Hündin verstand die ganze Zeit nur “Nase” und versuchte ihre überall reinzustecken. Für nächstes Jahr muss das österliche Gesamtkonzept neu überdacht werden. Es würde einem viel Zeit und Geld erspart bleiben, wenn man Hundeleckerlis im Garten verteilt, dem Hund ein Hasenkostüm anzieht und aus der warmen Stube dabei zusieht, wie das Kind versucht den “Ostan’asen” zu fangen. 

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