“Noni will ajbajten!” verkündet das Kind. “Bist du aber fleißig!” sage ich, denke jedoch “Zum Glück müssen die montenegrinischen Verwandten diese Schande nicht hören”*
Kein Wunder, dass das Kind auf seltsame Ideen kommt, wenn hier ständig Männer mit schwerem Gerät herumlaufen und mit ohrenbetäubendem Lärm die Natur in ihre Schranken verweisen. Dagegen kann ich mich mit dem Staubsauger bei der Gartenleitung brausen gehen.
Um der angestrebten Entwicklung des Kindes nicht im Weg zu stehen, stellen wir es einem ambitionierten Jungunternehmer zu Werbezwecken kostenlos zur Verfügung. Er hört bei dem Lärm eh kaum noch was und kann psychisch gut mit dem Redefluss des Kindes umgehen “Tefan! Tefan! Omm mit! Dia was zeigen. Da! Asenmäa, Motoasense, Jaubbäser…”


Apropos Werbezwecke. Ich überlege eine Werbeagentur mit dem Namen “PLAGIATerei” zu gründen. Die ersten Jingles für Stefan sind mir schon eingefallen:
“Großroder! Kannst du ned umma kumma, mit deiner Säge?!”
“I wü Bam im Wüstenföd!”
“Irgendwann schneid i dann duat. Loss nix mehr liegn und steh, do is’d Heckn fia imma fuat.”

*Montenegriner gelten eher als arbeitsscheu.

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