Pünktlich vor Weihnachten ereilt uns alle das Sekret produzierende Elend. Draußen ist alles weiß vom Schnee, drinnen von Taschentüchern. Zur Stimmungsaufhellung dichte ich Weihnachtslieder um. „Rotzglöckchen, Grünröckchen wann wirst du geschnäuzt?“, „Hustennacht, verschleimte Nacht.“ „Alle Jahre wieder kommt das Bazillenkind.“
(Notiz an mich: Band suchen, um ein Genesungshitsalbum zu produzieren)
Dem Manne macht nicht einmal das Schneeräumen Spaß weil er nichts von den herrlichen winterlichen Gerüchen von Schnee und Abgasen riechen kann. 


Einmal am Tag gehen wir zum Lüften hinaus. Eingepackt in 20kg Kleidung kommen wir nicht weit. Vielleicht ist es auch besser so. Irgendwo da draußen lauert wieder das Horroreichhörnchen. Es hinterlässt uns Drohfäkalbotschaften am Fensterbrett. 
Hoffentlich genesen wir bald wieder. Das Unterhaltungsprogramm „Was tut sich heut beim Vogelhaus?“, das wir vom Fenster aus schauen, wird langsam langweilig (Spoiler: die Vögel fressen den ganzen Tag). Und das Kind stellt lauter unangenehme Fragen. „Was is das Christkind?“ und „Wie machst du lulu?“

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